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Ratgeber über Insektenhotels und Nützlingsunterkünfte

Gehörnte Mauerbiene: Steckbrief und empfohlene Nisthilfen

Zu den beliebtesten solitär lebenden Wildbienen, die auch ein Insektenhotel nutzen, zählt zweifelsohne die gehörnte Mauerbiene. Lesen Sie hier ihren Steckbrief und auf was Sie sonst noch achten sollten, wenn Sie dieses Insekt in Ihren Garten locken möchten. Hier gibt es übrigens mehr über weitere Gäste im Insektenhotel.

Steckbrief

  • Deutscher Name: Gehörnte Mauerbiene
  • Wissenschaftlicher Name: Osmia Cornuta
  • Familie: Bienen
  • Ordnung: Hautflügler
  • Lebensraum: Waldrand, Park, Garten in Siedlungsbereichen
  • Vorliebe für (Auswahl): Christrose, Krokus, Veilchen, Birne, Apfel, Schneeheide, Schlehe, Feldahorn
  • Flugzeit: März bis Mai
  • Körperlänge: 10 bis 15 mm
  • Männchen: Schwarz mit rotbraunem Hinterleib, weißer Bart, weißes Kopfhaar
  • Weibchen: Schwarz mit rotbraunem Hinterleib, zwei Hörnchen (gebogen) am Kopf zwischen den Fühlern.
  • Nahrung: Nektar und Pollen
  • Verbreitung: Südeuropa & in den warmen Gebieten Mitteleuropas

Nestbau, Nistweise & Nisthilfe

Die gehörnte Mauerbiene ist eine solitär lebende Wildbienenart. Sie nistet bevorzugt in Hohlräumen, Löcher in Außenputz von Mauern, Spalten von Natursteinschlichtungen oder ehemaligen Nestern anderer Bienen. Aufgrund dieser Vorlieben sind diese Bienen auch ein oftgesehener Gast in Insektenhotels, die die richtigen Füllungen bereitstellen.

Mauerbiene

Zwei Mauerbienen paaren sich. Schön zu erkennen: Die beiden Hörner am Kopf.

Das können neben Bambusröhrchen und Schilfhalmen und Pappröhrchen zum Nisten* auch Bohrungen in Holzstücken sein. Der bevorzugte Innendurchmesser dieser Füllungen liegt bei etwa 8 bis 9 mm. Je länger die Nistgänge sind, desto besser. 20 bis 25 cm sind ideal, aber es gibt kaum eine so tiefe Nisthilfe. Wenn Sie 10 bis 15 cm zur Verfügung stellen ist das schon sehr gut.

Die gehörnte Mauerbiene baut Nester in Linienform mit bis zu 12 Brutkammern. Die Unterteilungen und der äußere Lochverschluss erfolgen meist mit feuchter Erde und Lehm.

Den Proviant bringen die Weibchen folgendermaßen in die Brutzellen: Erst wird der im Vorderdarm abgelegte Nektar in die Brutkammer gespuckt. Dann kriecht es verkehrt heraus, dreht sich um und kriecht mit dem Hinterleib voran in die Kammer. Dort streift es die Pollen ab. Bei Zellen, in denen befruchtete Eier liegen (das werden die Weibchen) ist der Nahrungsvorrat etwa doppelt so groß, wie in den Kammern in denen unbefruchtete Eier liegen (das werden die Männchen).

Schlüpfzeit & Lebenszyklus

Die Weibchen sind in aller Regel von etwa Mitte März bis Mitte Mai aktiv. In diesem Zeitraum werden die Eier abgelegt, aus denen die Larven schlüpfen. Nachdem das bereitgestellte Futter aus der Brutzelle verzehrt wurde, spinnt sich die Larve zum Kokon. Das dauert bis etwa Ende Juli an. Danach verbringt die ausgewachsene Biene Herbst und Winter im Nest, bis sie schließlich im März des Folgejahres ausfliegt. Dabei sind die Männchen etwas früher dran als die Weibchen. Zusammengefasst heißt das:

  • Anfang März bis Mitte April: Männchen aktiv
  • Mitte März bis Mitte Mai: Weibchen aktiv
  • Ende März bis Mitte Mai: Eiablage
  • Anfang April bis Mitte Juni: Larvenstadium
  • Ende Mai bis Ende Juli: Verpuppung
  • Mitte Juli bis Ende März des Folgejahres: Vollentwickelte Biene im Nest

Die gehörnte Mauerbiene durchläuft daher einen einjährigen Lebenszyklus, bei dem Sie nur die wenigste Zeit aktiv ist. Die meiste Zeit (von der Eiablage bis zum Ausflug) bleibt und dieses Insekt verborgen im Inneren des Insektenhotels bzw. der Brutzelle.

So locken Sie die gehörnte Mauerbiene in Ihren Garten

Gehörnte Mauerbiene

Mit dem Bau oder dem Kauf eines Insektenhotels mit geeigneten Lochgrößen geben Sie der gehörnten Mauerbiene einen Lebensraum in Ihrem Garten.

Stellen Sie ein Insektenhotel oder eine Nisthilfe zur Verfügung. Dabei ist es wichtig, dass die Lochdurchmesser bei etwa 8 bis 9 mm im Durchmesser liegen. Hier Pappröhrchen zum Nisten*, die diese Maße aufweisen.

Die Gänge sollten relativ tief sein. Mit Längen von weniger als 10 cm werden Sie nur mäßig Erfolg beim Anlocken haben.

Stellen Sie die Behausung nach Süden ausgerichtet auf. Sorgen Sie außerdem in der Nähe der Behausung (max. 250 m entfernt) für eine Wasserquelle und auch für Bäume, Sträucher sowie Blumen, die als Nahrungsquelle dienen – wie zum Beispiel diese hier (Auswahl).

  • Spitzahorn
  • Bergahorn
  • Feldahorn
  • Wiesenlöwenzahn
  • Eichen
  • Gartentulpen
  • Hohe Schlüsselblume
  • Schlehe
  • Aprikose
  • Sauerkirsche
  • Pfirsich
  • Kirschpflaume
  • Christrose
  • Krokus
  • Veilchen
  • Birne
  • Apfel
  • Schneeheide

Sticht die gehörnte Mauerbiene?

Mauerbienen sind generell sehr friedfertige Tiere, die kaum stechen – es sei denn, man provoziert sie oder gibt Ihnen einen anderen Grund. Wenn Sie also eine gehörnte Mauerbiene in Ihrem Garten entdecken, haben Sie keine (generelle) Angst vor ihr.

Vom Lochdurchmesser her könnten sich zum Beispiel in diesem Insektenhotel gehörnte Mauerbienen ansiedeln:

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Letzte Aktualisierung: 24.11.2020, Bilder von amazon.de


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