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Ratgeber über Insektenhotels und Nützlingsunterkünfte

Warum sind in einem Insektenhotel Löcher verschlossen?

Immer wieder sieht man in einem Insektenhotel, dass dessen Löcher verschlossen sind. Dies ist ganz natürlich. Auffallend dabei ist, dass es meist nicht immer alle sind – auch das hat seinen Grund. Warum das so ist und wie Sie mit diesen Verschlüssen umgehen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche Arten von Löchern finden sich in einem Insektenhotel?

In den meisten Nützlingsunterkünften* für Insekten spielen Löcher eine große Rolle. Sie sorgen dafür, dass sie solitär lebende Wildbienen aber auch Wildwespen ansiedeln. Die drei häufigsten Füllungen dafür sind:

  • Bambusröhrchen unterschiedlicher Durchmesser
  • Bohrungen in Harthölzern
  • Hohle Pflanzstängel (Schilf)

Mehr über diese Füllungen im Detail erfahren Sie hier: Insektenhotel Füllung.

Wozu sind diese Löcher überhaupt gut?

Die Wildbienen nutzen diese Löcher als Brutgänge aber auch als Unterschlupf. Sie füllen die Gänge mit Pollen und Nektar, legen dann ihre Eier hinein. Spätestens dann wird der Gang verschlossen.

Dieser Verschluss bedeutet dann so viel, wie „Hier ist besetzt – bitte probieren Sie es wo anders“.

Löcher in Insektenhotel verschlossen

Hinter den Löchern befinden sich die Brutgänge der Wildbienen.

Wichtig ist, dass die Löcher ordentlich ausgeführt und nicht scharfkantig sind. Immer wieder sehe ich, dass bei Bohrungen oder beim Bambus ein Grat stehen bleibt. Das führt dazu, dass die Bienen sich verletzen könnten. Achten Sie auf alle Fälle darauf, dass die Löcher sauber und entgratet sind. Ansonsten kann und wird es passieren, dass sich keine Bienen ansiedeln.

Sie können an der Verschlussart übrigens auch erkennen, welches Insekt sich gerade angesiedelt hat – es ist nämlich keine Seltenheit, dass sich in einem Insektenhotel auch mehrere Bienenarten ansiedeln können:

  • In Harz gefangene Steinchen: Löcherbiene oder Scherenbiene
  • Rauer Lehm, Mörtel oder Ton: Rote Mauerbiene
  • Lehm oder glatter Mörtel (etwas nach innen versetzt): Lehmwespe

Was man nicht sieht: Immer wieder gibt es (in erster Linie Wespen), die diese Verschlüsse „aufbohren“ und ihre Eier in das bereits vorbereitete Nest zu legen. Die Larven ernähren sich dann an der Brut des Wirtes (sprich des ursprünglichen Nestbauers).

Ein weiteres wesentliches Kriterium, damit sich Bienen ansiedeln ist auch, dass die Rückwand verschlossen ist. Somit gibt es – wenn überhaupt – nur von der Vorderseite einen potentiellen Feindangriff (von Vögeln).

Idealerweise haben die Löcher eine Durchmesser von 2 bis 9 mm und eine Tiefe von zumindest 10 cm aufzuweisen.

Soll man die verschlossenen Löcher reinigen bzw. entfernen?

Sie brauchen die Löcher weder reinigen, noch die Verschlüsse entfernen. Es ist in aller Regel so, dass diese Arbeiten von der nachfolgenden Bienengeneration erledigt werden.

Sie selbst können nicht sehen, ob die Brut noch in einer Kammer ist oder nicht. Des Weiteren gibt es Bienenarten, bei denen das Schlüpfen der Larven länger dauert. Ein langer Lochverschluss ist daher kein Kriterium dafür, dass die Brut dahinter bereits tot ist.

Mehr über die Reinigung eines Insektenhotels an sich erfahren Sie hier: Insektenhotel reinigen und pflegen.

Zusammenfassend möchte ich daher festhalten:

  • Der Lochverschluss ist etwas Gutes und mit Sicherheit ein Zeichen, dass sich Insekten angesiedelt haben.
  • Entfernen Sie diesen nicht sondern überlassen Sie das der nächsten Bienengeneration.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Löcher immer frei von Splittern und entgratet sind.

Hier habe ich ein paar meiner Ansicht nach geeignet Bambusröhrchen zum Füllen eines Insektenhotels für Sie herausgesucht:

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  • Innendurchmesser: 4-6 mm // Außendurchmesser: 6-10 mm // Länge:ca. 200 mm. Bambusröhrchen. Farbe: Gelb.Hergestellt aus Bambus und ist an beiden Enden offen.

Letzte Aktualisierung: 29.11.2020, Bilder von amazon.de


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